Deutschland by Iryna - Illustrated by Iryna Pas - Ourboox.com
This free e-book was created with
Ourboox.com

Create your own amazing e-book!
It's simple and free.

Start now

Deutschland

by

Artwork: Iryna Pas

  • Joined May 2022
  • Published Books 1

GeographieūüĆ鬆 ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† 2

InselnūüĆÖ¬†¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† 8

Floraūü•Ä¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† 10

Faunaūü¶č¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬†15

Sprachenūüďö¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† 22

1

GeographieūüĆé

Die¬†naturr√§umlichen Gro√üregionen¬†sind von Nord nach S√ľd: das¬†Norddeutsche Tiefland, die¬†Mittelgebirgszone¬†und das¬†Alpenvorland¬†mit den¬†Alpen.

 

2
Deutschland by Iryna - Illustrated by Iryna Pas - Ourboox.com

Geologie

Deutschland geh√∂rt geologisch zu¬†Westeuropa, das hei√üt zu jenem Teil des Kontinents, der dem¬†pr√§kambrisch¬†konsolidierten ‚ÄěUr-Europa‚Äú (Osteuropa einschlie√ülich eines Gro√üteils Skandinaviens, vgl.¬†Baltica) erst im Verlauf des¬†Phanerozoikums¬†sukzessive durch¬†Kontinent-Kontinent-Kollisionen¬†(Gebirgsbildungen) angegliedert wurde. Die entsprechenden Krustenprovinzen (Grundgebirgsprovinzen) werden klassisch vereinfachend (Ost-)Avalonia¬†(vgl.¬†kaledonische Gebirgsbildung) und¬†Armorica¬†(vgl.¬†variszische Gebirgsbildung) genannt.¬†Die j√ľngste Krustenprovinz ist das Alpen-Karpaten-Orogen¬†(vgl.¬†alpidische Gebirgsbildung), an dem Deutschland nur mit dem √§u√üersten S√ľden Bayerns Anteil hat und das im Gegensatz zu den beiden anderen tektonischen Provinzen ein aktives Orogen darstellt.

4

Die heutige Oberfl√§chengeologie Deutschlands, das hei√üt das Muster aus verschieden alten und verschieden aufgebauten Gesteinskomplexen, wie es in¬†geologischen Karten¬†vielfach abgebildet ist, entstand erst im Verlauf der letzten 30 bis 20 Millionen Jahre im j√ľngeren¬†K√§nozoikum¬†und wurde von zwei Ereignissen ma√ügeblich gepr√§gt: der¬†Alpidischen Gebirgsbildung¬†und dem¬†Quart√§ren Eiszeitalter. Das Quart√§re Eiszeitalter formte die vergleichsweise eint√∂nige Oberfl√§chengeologie Norddeutschlands und des¬†Alpenvorlandes¬†mit ihren¬†Mor√§nen¬≠ ablagerungen und sonstigen¬†Begleiterscheinungen¬†gro√üfl√§chiger Vergletscherungen¬†(vgl.¬†glaziale Serie).Die Oberfl√§chengeologie der Mitte und des √ľberwiegenden Teils des S√ľdens Deutschlands ist das Ergebnis bedeutender bruchtektonischer Hebungen und Senkungen,

5

die auf die Fernwirkung der Alpidischen Gebirgsbildung zur√ľckgehen.Hierbei wurden teils alte (√ľberwiegend¬†Pal√§ozoikum), variszisch gefaltete Grundgebirgskomplexe (Schiefergebirge und¬†Kristallin) aus dem Untergrund herausgehoben und gro√üfl√§chig freigelegt (u.¬†a.¬†Rheinisches¬†Schiefergebirge, Harz,¬†Erzgebirge), teils sank die Erdkruste ein und bildete Sedimentationsr√§ume, die mehr oder weniger m√§chtige k√§nozoische Sedimentabfolgen aufnahmen (Oberrheingraben,¬†Niederrheingraben, Hessische¬†Senke, Molassebecken). Eine tektonische Zwischenstellung nehmen die Tafell√§nder mit ihren¬†ungefalteten¬†mesozoischen Schichtenfolgen ein, dominiert von Trias und¬†Jura¬†(Th√ľringer Becken,¬†S√ľddeutsches Schichtstufenland).

6
Deutschland by Iryna - Illustrated by Iryna Pas - Ourboox.com

InselnūüĆÖ

Im¬†Wattenmeer, der niederl√§ndischen, deutschen und d√§nischen Nordseek√ľste unmittelbar vorgelagert, liegen die¬†Friesischen Inseln. W√§hrend die¬†Nordfriesischen Inseln¬†Festlandsreste sind, die durch Landsenkung und nachfolgende √úberflutung von der K√ľste getrennt wurden, handelt es sich bei¬†den¬†Ostfriesischen¬†Inseln¬†um Barriereinseln, die aus durch k√ľstenparallele Str√∂mungen sowie Wellen- und Gezeitendynamik angesp√ľlten Sedimenten entstanden. Das inmitten der¬†Deutschen¬†Bucht¬†gelegene¬† Helgoland¬†ist die am weitesten vom Festland entfernt liegende bewohnte deutsche Insel. Sie geht auf den Aufstieg eines¬†Salzstockes¬†im Untergrund der Nordsee zur√ľck.

8

Die gr√∂√üten deutschen Inseln in der Ostsee sind (von West nach Ost)¬†Fehmarn,¬†Poel,¬†Hiddensee,¬†R√ľgen¬†und¬†Usedom. R√ľgen ist zugleich die gr√∂√üte deutsche Insel.¬†Gr√∂√üte Halbinsel¬†ist¬†Fischland-Dar√ü-Zingst. Mit Ausnahme von Fehmarn sind diese Landfl√§chen Teil einer¬†Boddenk√ľste, das hei√üt einer nacheiszeitlich gefluteten und nachfolgend durch¬†Anlandungsvorg√§nge¬†modifizierten¬†Grundmor√§nenlandschaft. Die gr√∂√üten und bekanntesten¬†Inseln in Binnengew√§ssern¬†sind¬†Reichenau,¬†Mainau¬†und¬†Lindau¬†im Bodensee sowie die¬†Herreninsel¬†im¬†Chiemsee.

9

Floraūü•Ä

Der Naturraum Deutschland liegt in der¬†gem√§√üigten Klimazone; von West nach Ost kennzeichnet seine nat√ľrliche¬†Vegetation¬†den √úbergang vom Westseitenseeklima¬†zum¬†Kontinentalklima. Die¬†Flora¬†w√§re¬†ohne menschlichen Einfluss¬†haupts√§chlich von¬†Laub- und Mischw√§ldern¬†gepr√§gt, ausgenommen n√§hrstoffarme oder trockene Standorte wie¬†Felskuppen, Heideniederungen¬†und¬†Moorlandschaften¬†sowie die¬†alpinen¬†und subalpinen Hochlagen, die √§u√üerst vegetationsarm und in ihrem Klima¬†kaltgem√§√üigt¬†sind.

√Ėrtlich weist die Flora in Deutschland eine hohe Diversifikation¬†durch Standortfaktoren des Gel√§ndes und der¬†mesoklimatischen¬†Lage auf.

10

Der Naturraum Deutschland liegt in der¬†gem√§√üigten Klimazone; von West nach Ost kennzeichnet seine nat√ľrliche¬†Vegetation¬†den √úbergang vom¬†Westseitenseeklima¬†zum¬†Kontinentalklima. Die¬†Flora¬†w√§re¬†ohne menschlichen Einfluss¬†haupts√§chlich von¬†Laub- und Mischw√§ldern¬†gepr√§gt, ausgenommen n√§hrstoffarme oder trockene Standorte wie Felskuppen,¬†Heideniederungen¬†und¬†Moorlandschaften¬†sowie die¬†alpinen¬†und subalpinen Hochlagen, die √§u√üerst vegetationsarm und in ihrem Klima¬†kaltgem√§√üigt¬†sind.

√Ėrtlich weist die Flora in Deutschland eine hohe¬†Diversifikation¬†durch Standortfaktoren des Gel√§ndes und der¬†mesoklimatischen¬†Lage auf. Der Gesamtbestand der in Deutschland wild lebenden Pflanzenarten wird auf √ľber 9.500¬†Arten¬†gesch√§tzt, davon sind fast 3.000 Arten Samenpflanzen,

11

74 Farnpflanzen, √ľber 1.000 Moose und etwa 3.000 Kieselalgen. Dazu kommen rund 14.000¬†Pilz-¬†und 373 Schleimpilzarten.¬†Insbesondere auf Brach- und St√∂rfl√§chen finden sich heute eine Reihe¬†eingef√ľhrter Arten¬†wie die¬†Robinie¬†und das¬†Dr√ľsige Springkraut.

Der¬†Th√ľringer Wald¬†im Winter. Rund 32 Prozent der deutschen Landfl√§che sind bewaldet. Derzeit bedeckt der¬†Wald in Deutschland¬†32 Prozent der Landfl√§che.

12

Damit ist Deutschland eines der waldreichsten L√§nder in der Europ√§ischen Union. Die aktuelle Baumartenzusammensetzung entspricht nur zum geringen. Teil den nat√ľrlichen Gegebenheiten und wird haupts√§chlich von der¬†Forstwirtschaft¬†bestimmt. Die h√§ufigsten Baumarten sind mit 26,0 Prozent Fl√§chenanteil die¬†Gemeine Fichte, gefolgt von der¬†Waldkiefer¬†mit 22,9 Prozent, der Rotbuche

mit 15,8 Prozent und den Eichen mit 10,6 Prozent. Rund die Hälfte der Staatsfläche wird landwirtschaftlich genutzt; laut Statistischem Bundesamt waren es 182.637 Quadratkilometer am 31. Dezember 2016. Neben der Nutzungals

Dauergr√ľnland¬†wird auf einem Gro√üteil¬†Ackerbau¬†betrieben, seit der¬†Stein-¬†bzw. der¬†Bronzezeit¬†√ľberwiegend mit¬†Nutzpflanzen,

13

die nicht nat√ľrlich in Mitteleuropa vorkommen (die meisten der Getreide aus dem¬†Vorderen Orient,¬†Kartoffel¬†und¬†Mais¬†aus Amerika).In den Flusst√§lern, unter anderem von Main, Mosel,¬†Ahr¬†und Rhein, wurde die Landschaft vielfach f√ľr den Weinanbau umgestaltet. Die Bewahrung der Natur ist in Deutschland √∂ffentliche Aufgabe und in¬†Art.¬†20a¬†Grundgesetz verankertes¬†Staatsziel. Dem¬†Naturschutz¬†dienen 16¬†Nationalparks¬†(siehe¬†Nationalparks in Deutschland), 19¬†Biosph√§renreservate, 105¬†Naturparks¬†sowie tausende von¬†Naturschutzgebieten,¬†Landschaftsschutzgebieten¬†und

Naturdenkmälern.

14

Faunaūü¶č

In Deutschland sind etwa 48.000¬†Tierarten¬†nachgewiesen, darunter 104 S√§ugetier-, 328 Vogel-, 13 Reptilien-, 22 Lurch- und 197 Fischarten sowie √ľber 33.000 Insektenarten, womit das Land ‚Äěaufgrund der erdgeschichtlichen Entwicklung und der geographischen Lage zu den eher arten√§rmeren Gebieten z√§hlt.¬†Zu diesen Arten kommen √ľber 1.000 Krebs-, fast 3.800 Spinnen-, 635 Weichtiere sowie √ľber 5.300 andere Wirbellose. Zu den in Deutschland heimischen wilden¬†S√§ugetieren¬†z√§hlen unter¬†anderem¬†Rehe,¬† Wildschweine,¬†Rot-¬†und¬†Damhirsche¬†sowie¬†F√ľchse,¬†Marder

und Luchse. Biber und Otter sind seltene Bewohner der Flussauen, mit teilweise wieder steigenden Beständen.

15

In den¬†bayerischen¬†Alpen¬†leben¬†Alpensteinbock, Alpenmurmeltier¬†und die¬†G√§mse; letztere ist auch in verschiedenen Mittelgebirgen anzutreffen. Andere Gro√üs√§uger, die in fr√ľherer Zeit auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands lebten, wurden ausgerottet:¬†Wildpferd,¬†Auerochse¬†(15.Jahrhundert),¬†Wisent¬†(16.Jahrhundert),¬†Braunb√§r¬†(19.¬†Jahrhundert),¬†Wolf¬†(19.¬†Jahrhundert),¬†Elch¬†(20.¬†Jahrhundert). W√§hrend Elche heute gelegentlich aus Nachbarl√§ndern zuwandern, haben sich W√∂lfe aus¬†Polen¬†kommend wieder fest in Deutschland etabliert und um die Jahrtausendwende erstmals Nachwuchs geboren. Im Jahr 2018 existierten in Deutschland 73 nachgewiesene Wolfsrudel, die gr√∂√ütenteils in den L√§ndern Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen leben.

16

2013 wurde eine Herde Wisente im

Rothaargebirge¬†ausgewildert. Im Oktober 2019 wurde im Landkreis¬†Garmisch-Partenkirchen¬†ein vermutlich aus Italien zugewanderter Braunb√§r von einer Wildtierkamera fotografiert. In den darauf folgenden Monaten konnte das Tier mehrfach erneut nachgewiesen werden.¬†Bereits im Jahr 2006 war mit dem ‚ÄěProblemb√§ren‚Äú¬†Bruno¬†ein B√§r nach Deutschland zugewandert. Inzwischen leben auch urspr√ľnglich¬†hier heimische Luchse¬†wieder in Deutschland, allerdings in geringer Bestandsdichte, weil sie immer wieder Opfer von Wilderei und Stra√üenverkehr werden. Vom¬†Seeadler, der als Vorlage f√ľr das deutsche

Wappentier gilt, gibt es wieder etwa 500 Paare, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Der

Steinadler kommt nur noch in den Bayerischen Alpen vor,

17

wo auch der dort ausgerottete¬†Bartgeier¬†aus der Schweiz und √Ėsterreich wieder Einzug h√§lt. Die h√§ufigsten

Greifv√∂gel¬†sind heute¬†M√§usebussard¬†und¬†Turmfalke, der Bestand an¬†Wanderfalken¬†ist deutlich geringer. √úber die H√§lfte des Gesamtbestandes an¬†Rotmilanen¬†br√ľtet in Deutschland, ist aber aufgrund der intensiven Landwirtschaft r√ľckl√§ufig. Dagegen profitieren viele¬†V√∂gel¬†als¬†Kulturfolger¬†von der Anwesenheit des Menschen, insbesondere die in St√§dten lebenden¬†Stadttauben,¬†Amseln¬†(fr√ľhere Waldv√∂gel),¬†Spatzen¬†und¬†Meisen, f√ľr deren √úberleben auch die¬†Winterf√ľtterung¬†sorgt, sowie¬†Kr√§hen¬†und¬†M√∂wen¬†auf¬†M√ľllkippen.

18

Das Wattenmeer ist Rastplatz f√ľr zehn bis zw√∂lf Millionen¬†Zugv√∂gel¬†pro Jahr.

Der fr√ľher in den Fl√ľssen h√§ufige¬†Lachs¬†wurde im Zuge der¬†Industrialisierung¬†weitgehend ausgerottet, aber in den 1980er-Jahren im¬†Rhein¬†wieder angesiedelt. In Deutschland wurde der letzte¬†St√∂r¬†1969 gefangen. In vielen Teichen werden die von den¬†R√∂mern¬†eingef√ľhrten¬†Karpfen¬†gehalten. Die von Berufsfischern Mitte des 20.

19

Jahrhunderts als Beutekonkurrenten nahezu ausgerotteten und in zwischengesch√ľtzten Arten¬†Seehund¬†und¬†Kegelrobbe¬†‚Äď letztere das gr√∂√üte in Deutschland heimische Raubtier ‚Äď sind heute wieder mit einigen tausend Exemplaren an den deutschen K√ľsten vertreten. In Nord- und Ostsee kommen acht

Walarten¬†vor, darunter der¬†Schweinswal, mit einigen tausend Exemplaren an den deutschen K√ľsten vertreten. In Nord- und Ostsee kommen acht Walarten¬†vor, darunter der¬†Schweinswal, und mit dem

Gemeinen Delfin auch eine Delfinart.Zu den in Deutschland lebenden. Reptilien zählen Ringelnatter,

Kreuzotter und Europäische Sumpfschildkröte. Amphibien wie Salamander, Frösche, Kröten,

20

Unken¬†und¬†Molche¬†sind in Deutschland alle auf der¬†Roten Liste bedrohter Tierarten¬†gef√ľhrt. Zu den ‚Äď teils¬†invasiven¬†‚ÄstNeozoen in Deutschland¬†(eingeschleppten Tierarten)geh√∂ren¬†Waschb√§r,¬†Marderhund,¬†Bisamratte,¬†Nutria,¬†Halsbandsittich,¬†Kanadagans¬†und¬†Nilgans.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21

Sprachenūüďö

Die in Deutschland haupts√§chlich verbreitete Sprache ist¬†Deutsch¬†(Hochdeutsch). Es wird als¬†Standardsprache¬†in den √ľberregionalen Medien und als Schriftsprache verwendet;

22

als Sprache des Alltags wird es in vielen Regionen fast ausschlie√ülich gesprochen (oft regional leicht eingef√§rbt). Der √úbergang zu den¬†deutschen Dialekten¬†ist flie√üend. Bei den¬†Amtssprachen innerhalb Deutschlands¬†ist Deutsch die wichtigste¬†Verwaltungssprache.¬†Die Zust√§ndigkeit liegt im Grundsatz in der¬†Kulturhoheit der L√§nder, der Gesamtstaat legt solche Sprachen nur zur Erf√ľllung seiner eigenen Aufgaben fest. Sofern europ√§isches Recht anwendbar ist, k√∂nnen vor Gericht Antr√§ge und Schriftst√ľcke in jeder¬†Amts-¬†oder¬†Gerichtssprache¬†jedes Mitgliedslands der¬†Europ√§ischen Union¬†gestellt werden. Angestammte¬†nationale Minderheiten sind D√§nen,

Friesen,¬†Sorben¬†und¬†Sinti und Roma. Einige Regional- und Minderheitensprachen d√ľrfen als Amts-, Gesetzes- oder Gerichtssprachen verwendet werden.

23

Grundlage ist die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen, nach der Deutschland

Niederdeutsch¬†als Regionalsprache und folgende Minderheitensprachen anerkennt:¬†D√§nisch¬†(etwa 50.000 Sprecher, sowohl¬†Reichsd√§nisch, √ľberwiegend in der Variante¬†Sydslesvigdansk, als auch¬†Sonderjysk),

Friesisch (etwa 10.000, Nordfriesisch in Schleswig-Holstein, Saterfriesisch in Niedersachsen),

Sorbisch (etwa 30.000, Obersorbisch in Sachsen,

Niedersorbisch¬†in Brandenburg),¬†Romanes¬†der Roma (etwa 200.000 in ganz Deutschland). Andere neue oder in Deutschland kaum noch gesprochene Minderheitensprachen wie¬†Jiddisch¬†oder die¬†jenische Sprache¬†wurden nicht in die Charta aufgenommen.¬†Die Sprachen von Zuwanderern fallen ausdr√ľcklich nicht unter die Charta.

24

Die von Gehörlosen verwendete Deutsche

Geb√§rdensprache¬†(DGS) wurde mit Einf√ľhrung des¬†Behindertengleichstellungsgesetzes¬†(BGG) im Jahr 2002 in Deutschland als eigenst√§ndige Sprache anerkannt.¬†Weitere, fr√ľher verbreitete Sprachen wie¬†Moselromanisch¬†(im 11.¬†Jahrhundert ausgestorben) und¬†Polabisch¬†(im 18.¬†Jahrhundert ausgestorben) werden heute nicht mehr gesprochen.

25

Das¬†Goethe-Institut¬†betreibt weltweit Niederlassungen zur Vermittlung der deutschen Sprache. (Bild: Zentrale in M√ľnchen)

Ob die niederdeutsche Sprache eigenständig ist oder eine Varietät des Deutschen, ist in der Sprachwissenschaft umstritten. Niederdeutsch hatte 2007 etwa 2,6 Millionen aktive Sprecher, passive Kenntnis hatten etwa drei Viertel der Bevölkerung des Sprachgebiets. 2016 war das passive Verstehen bei knapp der Hälfte der Einwohner des Sprachgebietes gut bis sehr gut,

26

in Mecklenburg-Vorpommern 70 Prozent, in Schleswig-Holstein knapp 60 Prozent, in Niedersachsen knapp 50 Prozent. Aktiv beherrschten die Niederdeutsche Sprache in Mecklenburg-Vorpommern knapp 21 Prozent, in Schleswig-Holstein knapp 25 Prozent, in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt jeweils knapp 12 Prozent und in Brandenburg knapp 3 Prozent.

27

 

 

 

 

 

DANKE FÜR DAS LESEN

ūüíĖūüß°ūüíõūüíöūüíôūüíú

 

 

 

WIKIPEDIAūüďĆ

28
This free e-book was created with
Ourboox.com

Create your own amazing e-book!
It's simple and free.

Start now

Ad Remove Ads [X]
Skip to content